Jahrgang 2002 – Sabrina Eimler und Katrin Tigges
Sabrina Eimler und Katrin Tigges studieren an der Universität Duisburg-Essen im Studiengang „Kulturwirt“ und haben im Rahmen des Studiums ein Filmprojekt erarbeitet, welches mit dem Kulturbegriff beschäftigt. Auf der Internetseite des Projektes unter: www.kulturwirt-kultruhr.de gibt es weiterführende Informationen.
Die Idee zum Film KultRuhr entstand aus dem Wunsch heraus, mit dem „aufgestauten“ Wissen unseres Kulturwirtstudiums etwas Kreatives und gleichzeitig Nützliches zu schaffen. Anfangs stellten wir uns vor einen 15-minütigen Film zu machen, der die theoretischen Wurzeln des Begriffs „Kultur“ mit konkreten Beispielen beleuchten sollte. Aufgrund der unerwartet hohen Zahl an Interviewpartnern, die wir überraschenderweise für unser Projekt begeistern konnten, hat das Endprodukt nun die dreifache Länge. Neben einem Teil über die Geschichte des Wortes Kultur und die Wurzeln der Kulturtheorie, kommen Bürgerinnen und Bürger, sowie Kulturmacher/-förderer des Ruhrgebiets zu Wort. Rund um das Thema Kulturhauptstadt 2010 baut sich eine Kollage aus Stimmen und Meinungen zum Thema „Was ist Kultur?“ auf. Unter anderem sprechen Jürgen Fischer, der Programmchef von Ruhr 2010, Dagmar Gaßdorf, die Verlegerin der RuhrRevue, der „Hausmeister“ Jupp Stratmann und Kai Gottlob vom filmforum am Dellplatz in unserm Film über ihr Kulturverständnis und das Besondere an der Kultur im Ruhrgebiet.
Der Film kommt zu dem Ergebnis, dass es den einen Kulturbegriff nicht gibt und dass jeder, der an der Kultur teilhat, seine eigene Definition von Kultur mitbringt und in die bestehende Kultur einbringt. Besonders das Ruhrgebiet mit Menschen aus der ganzen Welt stellt sich als Raum vielfältigster Kultur(en) dar. Mit einer Vergangenheit von Kohle und Stahl ist die Kultur spätestens 2010 ein Stück Zukunft des Ruhrgebietes.

Sabrina Eimler
Sabrina Eimler - Im Sommer 2002 habe ich mit meinem Abizeugnis die heiligen Hallen des Steinbarts verlassen. Im Oktober desselben Jahres konnte ich mein Studium der angewandten Kommunikations- und Medienwissenschaft (Kommedia) an der Universität Duisburg-Essen aufnehmen. Nach dem zweiten Fachsemester erweiterte ich mein bisheriges Studium in den Bereichen Psychologie, Sozialwissenschaft, Informatik und Kunst mit dem Kulturwirt um die Fächer Wirtschaftswissenschaften und Anglistik. Seitdem erfreue ich mich an den immer neuen Herausforderungen zweier interdisziplinärer Studiengänge. Im Winter 2007 erkundete ich im Rahmen des Master Kulturwirt die Universität von Nijmegen in den Niederlanden. Nach der voraussichtlichen Fertigstellung meiner Masterarbeit für den Kulturwirt im Herbst dieses Jahres suche ich noch nach einem geeigneten Thema für meine Masterarbeit im Fach Psychologie, die ich sehr gerne auch in Kooperation mit einem Unternehmen machen würde.

Katrin Tigges
Katrin Tigges – Ein Jahr später, 2003, habe auch ich mir mit dem Abizeugnis des Steinbart-Gymnasium mein Ticket zur Universität Duisburg-Essen verdient. Zum Wintersemester 2003/2004 habe ich dann mein Kulturwirt-Bachelorstudium mit den Schwerpunkten Anglistik und Niederlandistik angetreten. Anfänglich war ich fest davon überzeugt, dass Englisch zu meinem Lieblingsfach wird, aber das Niederländische hat es mir dann doch angetan. Deswegen habe ich dann auch im Anschlussstudiengang, dem Master Kulturwirt, Niederländisch als Hauptfach gewählt und das obligatorische Auslandssemester in Utrecht (meiner neuen Lieblingsstadt) verbracht. Im Moment beschäftige ich mich mit meiner Masterarbeit, mit der ich dann Ende dieses Jahres mein Studium beende. Für die Zeit danach ist es mir wichtig, meine Niederländischkenntnisse und mein Interesse für den Kultursektor im Berufsleben zu verbinden.