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Schule im Herzen Duisburgs

 

Kunst und Kultur


Steinbarts virtuelle Kunst-Galerie

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,
Kunst möchte angeschaut werden! Und da die realen Präsentationsmöglichkeiten vor Ort derzeit leider nicht gegeben sind, wollen wir Euch und Ihnen mit dieser virtuellen Ausstellung einen kleinen Einblick in das vielfältige Kunstschaffen am Steinbart- Gymnasium geben.
Dazu zeigen wir in unterschiedlichen Galerien auf unserer Homepage beispielhaft Kunstwerke aus verschiedenen Klassen oder Kursen und zu vielen Themen.
Einige Werke sind vielleicht schon bekannt; andere Bilder sind aktuell, zu Hause entstanden, und haben durch die Aufnahme mit der Smartphone-Kamera einen authentischen „Home-Schooling- Charakter“.

Hier geht es in die verschiedenen Räume der virtuellen Galerie:

Raum 1: Farbcocktail (5a)

Raum 2: So schütze ich mich vor Corona (5d)

Raum 3: Fundstück aus dem All (6a)

Raum 4: Fankurve (6c und 6d)

Raum 5: Albtraum (11)

Raum 6: Nachstellen bekannter Kunstwerke (10 und 11) 

Raum 7: Projektkurs "Architektur" (12)

Raum 8: Projektkurs "Fotografie" (12)

Vorarbeiten / Übungen: In dieser Abteilung der Galerie gibt es einerseits Arbeiten, die während des Schuljahres entstanden sind. Es handelt sich um Aufgaben, die die Gestaltungsmittel der Fotografie thematisieren.
Abschlussprojekte: Hier finden Sie die individuellen Projekte der Schüler*innen, die sie im Laufe des Schuljahres entwickelt und am Ende präsentiert haben. 


Viel Spaß beim virtuellen Galerierundgang wünscht die Fachschaft Kunst.



Rückblick auf die Kunstausstellung im Februar 2020

Falls Sie die letzte Ausstellung der Schüler*innen der Klassen 8 bis 12 im Februar diesen Jahres verpasst haben - hier gibt es noch einmal einen schönen Einblick!
Von toll gestalteten Kunstbüchern von Schüler*innen aus der Oberstufe über Porträtarbeiten des Leistungskurses Kunst der Q2 und dreidimensionalen Werken und Collagen der Q1 bis zu Zeichnungen aus der Jahrgangsstufe 8 - es war eine vielfältige und beeindruckende Schau von Werken aus vielen Jahrgangsstufen! (Ked)


  • 01_AusstellungFebruar2020
    01_AusstellungFebruar2020
  • 06_AusstellungFebruar2020_CollageGK11
    06_AusstellungFebruar2020_CollageGK11
  • 08_AusstellungFebruar2020_Comic8
    08_AusstellungFebruar2020_Comic8
  • 04_AusstellungFebruar2020_PlastikLK12
    04_AusstellungFebruar2020_PlastikLK12
  • 09_AusstellungFebruar2020_Zeichnung8
    09_AusstellungFebruar2020_Zeichnung8
  • 10_AusstellungFebruar2020Gk10
    10_AusstellungFebruar2020Gk10
  • 02_Ausstellung_KunstbuchLeaHeitbrink
    02_Ausstellung_KunstbuchLeaHeitbrink
  • 03_AusstellungFebruar2020_PortraitsLK12
    03_AusstellungFebruar2020_PortraitsLK12
  • 05_AusstellungFebruar2020_PlastikGK11
    05_AusstellungFebruar2020_PlastikGK11
  • 07_AusstellungFebruar2020_Verschiedenes
    07_AusstellungFebruar2020_Verschiedenes


 

  • 03_7d_01_NilImren
    03_7d_01_NilImren
  • Bildschirmfoto 2020-05-25 um 08.50.55
    Bildschirmfoto 2020-05-25 um 08.50.55
  • 02_10_01_IdaDaube
    02_10_01_IdaDaube
  • 02_5c_01_PaulaJeschke
    02_5c_01_PaulaJeschke
  • 03_6c_01_JonaBuehlbaecker
    03_6c_01_JonaBuehlbaecker


Hoffnung in Zeiten von Corona

Vor ein paar Wochen zierten gemalte Regenbogen so manches Fenster, oft begleitet von einem verzweifelt optimistischen "Tutto andrà bene". Die gleiche Botschaft, wenn auch in etwas originellerer Umsetzung, sollen auch die kleinen Kunstwerke transportieren, die im Rahmen der Kunst-Challenge "Hoffnung in Zeiten von Corona" eingereicht worden sind. 

Unter den eingesandten Beiträgen sind die Plätze zwei und drei jeweils doppelt vergeben worden, um die Qualität der Kunstwerke zu würdigen. Hier die Sieger:

1. Platz: Eric Wybranietz (6d) (obere Reihe, Mitte)

2. Platz:  Paula Jeschke (5c) (untere Reihe, links) / Ida Daube (10) (rechts) 

3. Platz: Nil Imren (7d) (obere Reihe, links) / Jona Bühlbäcker (6c) (untere Reihe, Mitte)

Eine Übersicht aller Beiträge mit Erläuterungen finden Sie hier.


 

Gedenkfeier für den ehemaligen Steinbart-Schüler Harro Schulze-Boysen

Der ehemalige Widerstandskämpfer Harro Schulze-Boysen wurde am Abend des 22. Dezembers 2019 mit einer Gedenkfeier vor seinem ehemaligen Wohnhaus an der Karl-Lehr-Str. 9 geehrt. Schulze-Boysen war aufgrund seiner Aktivitäten gegen das NS-Regime am 22. Dezember 1942 mit nur 33 Jahren im Gefängnis in Berlin-Plötzensee hingerichtet worden. Mit ihm wurden seine Ehefrau Libertas Schulze-Boysen und weitere Mitglieder der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ ermordet.

Schulze-Boysen hatte kurz zuvor an seine Eltern geschrieben: „Ich bin vollkommen ruhig. Es geht auf der Welt um so wichtige Dinge, da ist ein Leben, das erlischt, nicht sehr viel. Dieser Tod passt zu mir.“
Etwa 30 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Duisburg nahmen an der Gedenkfeier vor dem ehemaligen Wohnhaus mit Ansprache, Musik und Lesung teil. Auch Schülerinnen des Steinbart-Gymnasiums aus dem Geschichtskurs von Frau Dr. Schmahl besuchten die Veranstaltung und gedachten Schulze Boysens. 
Aufmerksam wurden die Schülerinnen auf die Veranstaltung durch das Projekt „Stolpersteine am Steinbart“, welches die Opfer des Nationalsozialismus in unserer Erinnerung erhalten soll. Das Projekt wird aktuell vom Geschichtskurs nach dem Vorbild von Gunter Demnigs „Stolpersteinen“ aufgebaut und zeigt exemplarisch an verschiedenen Stellen der Schule die Steine und die Lebensgeschichte von Duisburger Bürgerinnen und Bürger, die der Verfolgung im Nationalsozialismus zum Opfer gefallen sind. Harro Schulze-Boysen kommt dabei als ehemaligem Schüler und Absolventen des Steinbart-Gymnasiums eine wichtige Bedeutung zu. (Shma)



  

Songwriter Heston Francis zu Besuch beim Projektkurs Creative Writing

 Eine Inspiration der besonderen Art erhielten die Teilnehmer des Projektkurses Creative Writing: der Singer/Songwriter Heston Francis gab einen interessanten Einblick in sein Leben als Künstler und erzählte von seinem Werdegang, seinen aktuellen Projekten und kreativen Prozessen. Die Schüler des Kurses, die selber schriftstellerisch tätig sind, interessierten sich besonders für seine Herangehensweise beim Texten von Songs, den Umgang mit Schreibblockaden und seine Ziele als Künstler.

Heston Francis, der bereits in den Billboard-Charts große Erfolge erzielt und dessen Band unter anderem als Vorband für Kanye West gespielt hat, gab dabei bereitwillig und unterhaltsam Auskunft. Für die Teilnehmer des Kurses wird diese motivierende Begegnung sicherlich noch lange nachhallen. 

Wer sich einen eigenen Eindruck vom Künstler machen möchte, kann dies hier tun: www.hestonmusic.com (Sph)




Steinbart Kulturabend 2019

Ende November hieß es „Bühne frei und Mikrofon an!“ für alle Steinbärte, die selbstverfasste Gedichte, Kurzgeschichten und Essays auf deutsch und englisch vortragen wollten. Dabei überzeugten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler von Jahrgangsstufen 6 bis 12 mit ihren teils humorvollen, teils nachdenklichen, aber stets abwechslungsreichen Texten das Publikum in der Aula. 

Die Themenpalette war breit gefächert: Liebe, Hass, Zukunftsfragen, Identität, Familie, Leben und Tod wurden dabei ebenso angesprochen wie die mit Volleyballturnieren, radioaktiven Tabletten oder Kakerlaken einhergehenden „Gefahren“. Auch die Teilnehmer und Preisträger an verschiedenen literarischen Wettbewerben fesselten die Zuschauer mit ihren Beiträgen. 


 Für musikalische Abwechslung sorgte zum einen die Alphabetisierungsklasse und Internationale Vorbereitungsklasse, die mit Unterstützung durch Herrn Jäger, Herrn Musleh und Dr. Mönkemeier drei Volkslieder stimmungsvoll zu Gehör brachte. Zum anderen bewies die Crew von „Limitless“, die in diesem Jahr beim School Dance Battle einen hervorragenden zweiten Platz belegte, eindrucksvoll ihr Können. Abgerundet wurde das Programm durch das gastronomische Angebot des Projektkurses Abivent Management unter der Leitung von Frau Letzner. 

Insgesamt wurde an diesem Abend deutlich, dass das Steinbart-Gymnasium auch in literarischer Hinsicht überaus viele Talente vorzuweisen hat. (Sph)

 




Steinbartschüler vergeben europäischen Filmpreis - 
Maximilian Matschulat und  Rames Wahidi (Jahrgang 12) vergeben „Die Grosse Klappe

Im Rahmen unserer Kooperation mit doxs - dem Dokumentarfilmfestival für Kinder und Jugendliche besuchte der Kunstkurs 10 GK 2 am 08.11.2019  die Preisverleihung des Festivals im Filmforum Duisburg. 



 Links:

Rames Wahidi (Jugendjury) mit Ruth Schiffer (Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW) (c) doxs! (Foto: Sven Neidig)

Unten:

Margret Albers (Vorsitzende ECFA), Cassandra Offenberg (Preisträgerin ECFA DOC AWARD 2019), Nicola Jones (ECFA Jury), Maximilian Matschulat (Jugendjury), Viktoria Ebel (ECFA Jury), Dimitra Kouzi (ECFA Jury), Rames Wahidi (Jugendjury) 
(c) doxs! (Foto: Sven Neidig)




 


„Es kann doch nicht so bleiben.“ — Zeitzeugin Karin Dauenheimer berichtet von der friedlichen Revolution in der DDR 

Am 9. Oktober 1989 versammelten sich ungefähr 70.000 DDR-Bürger in der Leipziger Innenstadt und demonstrierten friedlich für eine neue, eine bessere, eine wirlich demokratische DDR. Die Stasi griff nicht ein. Bilder dieser Demonstration gingen um die Welt und sorgten dafür, dass die Zahl der Demonstranten an den darauffolgenden Montagen stark anstieg. Genau einen Monat später, am 9. November 1989, fiel die Mauer.

Am 9. Oktober 2019 — genau 30 Jahre nach besagter Montagsdemo — besuchte nun mit Karin Dauenheimer eine Zeitzeugin das Steinbart-Gymnasium, die in der DDR großgeworden war und die Wendezeit in Dresden miterlebt hatte. Frau Dauenheimer berichtete den Schülerinnen und Schülern der Klassen 9b und 9c engagiert und lebendig davon, was es hieß in einem Staat zu leben, der selber denkende Menschen, die nicht der Parteilinie folgten, als Feinde ansah. So führte beispielsweise schon ihre Weigerung zur Jugendweihe zu gehen und in die FDJ einzutreten dazu, dass sie nicht zur Oberschule gehen durfte. Nur über Umwege wurde ein Theologiestudium möglich. Später dann gründete sie den „Kirchlichen Arbeitskreis Homosexualität Dresden“ und engagierte sich für Frauenrechte. Hiermit geriet sie abermals ins Visier der Stasi. Sie wurde bespitzelt, ihre Wohnung verwanzt. In den Stasiakten führte man sie als „Rädelsführerin“. Parallel arbeitete sie als Journalistin bei der Zeitung der Ost-CDU und lancierte immer wieder kritische Artikel.
Benachteiligung, Bespitzelung und schließlich auch Angst begleiteten wie sie auch all diejenigen DDR-Bürger, die sich in Menschen-, Umwelt- und Friedensgruppen engagierten. Im Herbst 1989 befürchteten viele eine „chinesische Lösung“, also eine gewaltsame Niederschlagung der Protestbewegung in der DDR nach dem Vorbild des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking. Und doch gingen die Menschen auf die Straße, um ihre Rechte einzufordern: „Es kann doch nicht so bleiben.“ Diese Überzeugung etwas tun zu müssen, das man für sinnvoll hält, unabhängig davon, ob das Tun erfolgreich sein wird, gab Frau Dauenheimer auch ihren jugendlichen Zuhörerinnen und Zuhörern mit auf den Weg. Sie sollten eintreten für das Wichtige und Richtige.        

Ein herzlicher Dank für seine organisatorische und finanzielle Unterstützung gilt dem Verein „Gegen Vergessen — für Demokratie“. (Bau)



 

IVK besucht Theaterstück eines ehemaligen Steinbart-Schülers

Die IVK/AK besuchte am Dienstag, dem24.09.2019, gemeinsam das Theaterstück des ehemaligen Steinbart-Schülers Imad Elias an der Lise-Meitner-Gesamtschule in Duisburg-Rheinhausen. Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Klassenlehrer Frau Wollenweber und Herr Musleh waren beeindruckt von dem Theaterstück über Flucht und Integration. 

Ein großer Dank geht an die Schulleitung, die uns den kurzfristigen Besuch ermöglicht hat, sowie an Frau Heipcke für ihre tatkräftige Unterstützung. (Wol / Mus)




Aus grau wird bunt: 8c gestaltet Duisburg-Collage

Zu Beginn des vergangenen Schuljahres stellte unsere Klasse fest, dass die Wände unseres Klassenraumes (R146) gähnend leer und grau waren und wir dringend eine Veränderung brauchten. Also entschlossen wir uns ein großes Klassengemälde zu malen. Im Kunstunterricht bei Frau Lohbeck sammelten wir zunächst Ideen, die wir anschließend zu einer Collage von Duisburg zusammenfügten. Dann teilten wir die einzelnen zu malenden Elemente auf und begannen sie auf Leinwände zu übertragen. Man sieht Wahrzeichen von Duisburg, wie z.B. das Stadttheater, das Forum oder den Stadtwerketurm, aber auch das Steinbart-Gymnasium wurde in das Bild aufgenommen.


Die Arbeiten nahmen insgesamt ein ganzes Halbjahr in Anspruch. Doch Frau Lohbeck war sehr geduldig und half uns bei Problemen oder Fragen. Nachdem alle Bilder fertiggestellt worden waren, half uns unser Hausmeister Herr Brauner sie anzubringen. Nun hängt die Collage in Raum 146 an der Wand. (Fiona Gehrmann und Jule Jeschke, 9c)




 

"Geisterritter": Ein schauerlich-vergnügliches Opernabenteuer

Am 2. Juli 2019 besuchten die Klassen 9a und 9d im Rahmen der Kooperation des Steinbart-Gymnasiums mit der Duisburger Philharmonie die Oper "Geisterritter". Die auf einem Roman von Cornelia Funke basierende Oper wurde von dem Komponisten James Reynolds speziell für Kinder und Jugendliche geschrieben.

Die Oper lief Ende 2017 in Bonn an und avancierte - ebenso wie ihre Buchvorlage - rasch zu einem großen Publikumserfolg. Sie ist eine spannende, gruselige aber auch lustige Unterhaltung für die ganze Familie. Auch wir Schüler waren sehr begeistert von dieser sehenswerten Inszenierung. (Ida Daube, 9d)





 "Abtei tanzt" - Und das Steinbart tanzt mit!

Die Tänzerinnen unserer Hip-Hop AG durften am vergangenen Montag und Samstag im Rahmen der „Abtei tanzt“-Tanzabende mit auf der Bühne stehen. Flora, Cara, Fiona, Luise, Merle und Lila berührten das Publikum mit einer traurig schönen Jazz- und Modern-Choreographie zu Billie Eilish’s „Ocean Eyes“, welche sie in vier Trainingseinheiten mit Ex-Abtei-Schülerin, Gründerin und Seele der „Abtei tanzt“-Abende Leonie Völker erlernen durften. 


Das Training mit einer Tanztrainerin war für die Mädchen der AG bereits eine tolle Erfahrung. Als noch unerfahrene Tanz Crew aber direkt zu einem so professionellen und großen Tanzabend eingeladen zu werden, sorgte für große Begeisterung. Eifrig wurde über Wochen geübt, die Choreographie verinnerlicht und an einer fließenden Ausführung gefeilt. Alle Anstrengungen haben sich wahrlich gelohnt: als eine von 27 Gruppen präsentierten die Steinbärtinnen ihren Tanz und ernteten sowohl das ein oder andere Tränchen der Rührung als auch viel Applaus. Toll gemacht, Mädels! Hut ab!


Ermöglicht wurde diese Kooperation übrigens dank der Initiative von Frau Rödiger! Ein riesengroßes Dankeschön an Leonie und Ronja für diese wunderbare Zusammenarbeit! Gerne wieder! (Uns)





Alexander Strauß gewinnt die erste Ausgabe des Steinslams

Umweltschutz, Kommunismus, Gefühle und Yoga: Es waren unter anderem diese Themen, deren Brisanz sich für die Texte der kampfeslustigen Slamer eignete, die am „Steinslam“, einem an den Poetry-Slam angelehnten Wettbewerb, teilnahmen. In diesem Wettbewerb trugen die Schüler am 29.05.2019 bei wunderbarem Wetter im Kantpark eigene Texte vor. Anschließend kürte eine Jury, bestehend aus den Organisatoren der SV, den Sieger. Dieser hieß Alexander Strauß (Jahrgangsstufe 11), der mit seinem satirischen Beitrag zum Kommunismus für den ein oder anderen Lacher sorgen konnte. Vom Steinbart-Gymnasiums trugen außerdem Jo Terpoorten (Jahrgangsstufe 10), Armin Osaj, Dominik Wegerhof und Dominik Karas (alle Jahrgangsstufe 11) ihre tollen Texte vor, die sowohl Humor als auch Lebensweisheiten beinhalteten.

Bemerkenswert ist ebenfalls die Tatsache, dass nicht nur Schüler des Steinbart-Gymnasiums, sondern auch einige Vertreter des Landfermann-Gymnasiums an der Veranstaltung als Zuschauer und Teilnehmer beteiligt waren. 
Wir als SV hoffen, dass derartige Projekte auch in Zukunft einen so großen Zuspruch erhalten. Immerhin versammelten sich schätzungsweise 60 Zuschauer, um dieser Veranstaltung beizuwohnen. (Jan-Luca Schmitz)




Gelungene Premiere – Steinbart-Dance Crew überzeugt beim SCHOOL DANCE BATTLE 2019

Als erste Steinbart Dance Crew überhaupt trat das Team Limitless am Sonntag, den 19.05, in Düsseldorfer im direkten Vergleich gegen zwölf weitere Tanzcrews an. Um bei diesem Tanzevent im altehrwürdigen Tanzhaus teilnehmen zu dürfen, hatten sich die jungen Damen und der junge Herr aus unserer Jahrgangsstufe 11 zunächst über ein Bewerbungsvideo gegen eine Vielzahl an Mitbewerbern durchsetzen müssen. Die Einladung nach Düsseldorf löste Begeisterung und noch einmal mehr Motivation aus: sich in die Top 5 tanzen, das wäre doch was! Gemeinsam wurde in jeder sich bietenden freien Minute am Beitrag zum Dance Battle getüftelt: zu einem Medley aus Songs von Troyboi, Tyga & Nicki Minaj, Beyoncé, Kehlani und Blackpink entstand eine freche und frische Choreographie mit Hip Hop-, Ladystyle-, Popping-, Waacking- , Tutting- und Afrodance-Elementen. 
Mit ihrer Choreographie konnte das Team Limitless in Düsseldorf nicht nur den Fanblock aus Familie, Freunden, Mitschülern und Lehrern, sondern auch den Rest des Publikums begeistern. Die Fachjury, welcher unter anderem namhafte Tänzer wie Martha, Sugar Rae und Patrox angehörten, war offensichtlich ähnlich angetan von diesem Auftritt und honorierte die Leistung der Limitless-Crew mit einem sensationellen zweiten Platz! ☺  Die Vorjahressiegerinnen vom Team New Hope aus Wuppertal konnten dieses Jahr ihren Titel verdient verteidigen. Bei der nächsten Ausgabe des School Dance Battle wird unsere Crew hoffentlich wieder am Start sein und den Hattrick von New Hope zu verhindern wissen. There ain’t no limit for team Limitless! 
Wir sind sehr stolz auf das tolle Ergebnis unserer Truppe, insbesondere da sie selbstständig alles organisiert und im wahrsten Sinne des Wortes „auf die Beine gestellt“ haben! So viel Hingabe, Motivation und Teamwork ist bemerkenswert!  Hut ab, liebe Bivsi, lieber Ermias, liebe Esra, liebe Marcia und liebe Rosie! (Uns)


 

 

Gelungener Neustart für „Jugend debattiert“ – Matilda Heyer zieht ins Landesfinale ein

Vom 30.01. – 01.02. konnte nach einigen Jahren nun wieder ein „Jugend debattiert“-Workshop am Steinbart-Gymnasium angeboten werden.  Rund 30 Schülerinnen und Schüler von der Jahrgangsstufe 8 bis hin zur Q1 nahmen das Angebot an und erlernten innerhalb von drei Tagen mit Begeisterung das Debattieren. In kleinen Schritten arbeiteten wir darauf hin eine vollständige Debatte durchführen zu können. 

Die Debatte gliedert sich in drei Teile: Eröffnungsrunde, Freie Aussprache und Schlussrunde. In der Eröffnungsrunde beantwortet jeder Teilnehmer die Streitfrage aus seiner Sicht. In der Freien Aussprache werden weitere Argumente gebracht und miteinander abgeglichen. In der Schlussrunde kommt jeder Teilnehmer zu einem überzeugenden Fazit.  Rede und Gegenrede (pro und contra) wechseln einander ab. 
In der Eröffnungsrunde darf jeder Teilnehmer ohne Unterbrechung zwei Minuten sprechen. Die Freie Aussprache dauert insgesamt zwölf Minuten. In der Schlussrunde ist die Redezeit jedes Teilnehmers auf eine Minute begrenzt. Über die Einhaltung der Redezeiten wacht ein Zeitwächter. 

Im Schulwettbewerb wurde über Themen wie die Notwendigkeit eines Hundeführerscheins für alle Hundehalter (Sek I) und die Zeitumstellung in der EU (Sek II) debattiert.  Nach der Durchführung eines Schulwettbewerbs schickte die Jury die zwei Schülerinnen und Schüler aus jeder Altersstufe (Sek I und Sek II) mit den meisten Punkten zum Regionalentscheid nach Essen.  Dies waren in diesem Jahr Alina Thamm (Jgst. 8) und Jule Jeschke (Jgst. 8) sowie Tobias Grüneklee (EF) und Matilda Heyer (EF).  Gute dritte und vierte Plätze erzielten Gina Schneiders (Q1) und Lukas Schauer (Q1) sowie Ida Daube (Jgst. 9) und Amelie Latorre (Jgst. 9). Im Regionalentscheid setzte sich Matilda Heyer als Siegerin durch und konnte auch im Regionalfinale am vergangenen Donnerstag punkten und sich als Siegerin für den Landesentscheid am 3. Mai im Zentrum für schulfachliche Lehrerausbildung in Oberhausen qualifizieren. Wir drücken die Daumen. (Wep)




 


Montessori in der Praxis - Leistungskurs Pädagogik besucht Astrid-Lindgren-Schule

Aufgrund der thematischen Behandlung von Maria Montessoris Reformpädagogik im Unterricht hat sich der Pädagogik-Leistungskurs der Stufe 12 für einen Ausflug zur Astrid-Lindgren-Schule am 15. Februar 2019 in Duisburg Duissern entschieden, um Montessori nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch erfahren zu können. 

Die Astrid-Lindgren-Schule war bis zum Jahr 2007 eine normale Regelschule, öffnete zur Einschulung der neuen Klassen 2007 jedoch ihre ersten Montessori-Klassen. Das Interesse an den Montessori-Klassen stieg mit der Zeit, sodass sich die Lehrerschaft zu einer gesamten Umstellung auf die Montessori-Pädagogik entschloss. Nun führt die Schule 12 große Montessori-Klassen. 



In der Astrid-Lindgren-Schule wurden wir von der Schulleiterin Frau Niermann empfangen, die uns in einen Klassenraum führte, in dem bereits Unterrichtsmaterial zur Ansicht auslag. Frau Niermann erklärte uns insbesondere, wie sich die Schule von einer Regel- zu einer Montessori-Schule entwickelt hat und wie sie die Montessori-Pädagogik umsetzt. Außerdem beantwortete sie bereitwillig unsere Fragen. 
Anschließend zeigte sie uns ein Material nach Montessori zum Ausrechnen von Multiplikationsaufgaben mit Zahlen im hohen Bereich. Zuerst führte sie uns in das Material so ein, wie sie es auch mit ihren Schülern machen würde, und dann versuchte sich eine Mitschülerin an der Aufgabe. Nach der Übung haben wir uns aufgeteilt und uns eigenständig umgesehen. Wir hatten die Möglichkeit mit den Schülern, die gerade bei der Freiarbeit waren, den Lehrern und den Erziehern zu reden, uns weiteres Material genauer anzuschauen und die Strukturen der Freiarbeit kennen zu lernen.

Insgesamt hat uns der Tag in der Astrid-Lindgren-Schule als Pädagogik Kurs, welcher sich zwar intensiv mit den Theorien von Pädagogen beschäftigt, diese aber eher selten in der Umsetzung sieht, einen Einblick in eine Art der praktischen Umsetzung von Montessoris Reformpädagogik gezeigt, wovon wir für uns selber vieles mitgenommen haben. (Sarah Rimpler und Laura Huske)









Harro Schulze-Boysen – Erinnerung an einen Suchenden

Am Mittwoch, den 30.01.2019, stand zwischen 14 und 16 Uhr in der Aula der ehemalige Steinbart-Schüler Harro Schulze-Boysen (Abitur 1928) im Mittelpunkt einer Veranstaltung für die Schüler/innen der Q2. Auch Eltern, Ehemaligen und die Lehrer/innen des Steinbart-Gymnasiums waren eingeladen. Der Duisburger Veranstalter Eckard Pressler hatte das Gedenken für Harro Schulze-Boysen initiiert und mit Unterstützung verschiedener Institutionen zusammen mit der Schule organisiert. 

Harro Schulze-Boysen lehnte sowohl die Parteien und Ideologien der Zeit als auch die alten Kräfte Kirche, Adel und Monarchie ab. Seine beharrliche Suche nach einer wirklichen, revolutionären Neuordnung setzte er auch in der NS-Diktatur fort und wurde deshalb am 22.12.1942, zusammen mit seiner Frau Libertas und einigen Freunden, im Gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Harro Schulze-Boysens kurzes, nur 33 Jahre währendes Leben wurde durch Lesungen,  ein Rollenspiel zu dem Steinbart-Schüler und  Zitate aus den Jahren 1932/33 von Schüler/innen des Leistungskurses Geschichte der Q2 zugänglich und verständlich gemacht. Eva Schulze-Boysen, die Tochter von Harro Schulzen-Boysens Bruder Hartmut, und der Sohn eines mit Harro hingerichteten Freundes, Dr. Hans Coppi, schilderten in einem Podiumsgespräch ausführlich und teilweise sehr persönlich ihren Umgang mit dem Schicksal ihrer Eltern bzw. ihres Onkels. 

Musikalisch bereichert wurde die Veranstaltung durch das Klavierspiel von Amy Do (9c) und Zhuxuayang Cheng (8d). Der bekannte Duisburger Künstler Chinmayo schenkte der Schule ein Kunstwerk, das er im Gedenken an Harro Schulze-Boysen geschaffen hat.
Die Schüler/innen der Q2 zeigten sich an den Beiträgen zu Harro Schulze-Boysen interessiert und Frau Eva Schulze-Boysen wünschte sich eine solche Veranstaltung auch für die Gymnasien ihrer Heimatstadt! (Kl)




Steinbart-Schüler vergeben europäischen Filmpreis 

Im Rahmen unserer Kooperation mit dem doxs!-Dokumentarfilmfestival wählten Laura Huske und Nils Feldkamp (Jahrgangsstufe 12) als Mitglieder der Jugendjury aus mehreren internationalen Beiträgen den diesjährigen Festivalgewinner aus. Der 12er Kunstkurs von Frau Leschczyk besuchte die Preisverleihung am 09.11.2018 im Filmforum am Dellplatz, bei der zum achten Mal die GROSSE KLAPPE, der europäische Filmpreis für politischen Kinder- und Jugenddokumentarfilm überreicht wurde. Später konnten Laura und Nils im Kunstunterricht von Ihrer Jury-Tätigkeit berichten. (Les)




Neues aus der Kunst

Hier einige aktuelle Arbeitsergebnisse unserer Kunstschülerinnen und -schüler. Durch einen Klick auf die Bilder lassen sich diese vergrößert anzeigen. Viel Spaß beim Schauen und Staunen!


Klasse 5b 



Klasse 7a

  • Fatih Usta
    Fatih Usta
  • Francesc Muli
    Francesc Muli
  • Marlene Petermann
    Marlene Petermann
  • Frieda Tegatz
    Frieda Tegatz



Klasse 9a



Jahrgangsstufe 10

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  • Leonie Scheer
    Leonie Scheer
  • Sonja Holdmann
    Sonja Holdmann



Jahrgangsstufe 11



Jahrgangsstufe 12 - Eindruck, Ausdruck, Selbstporträt

  • Alina Paur
    Alina Paur
  • Dominika Piotrowska
    Dominika Piotrowska
  • Leonie Bertram
    Leonie Bertram
  • Laura Huske
    Laura Huske
  • Lilit Randerath
    Lilit Randerath
  • Max Dahmen
    Max Dahmen
  • Sharon Edokopolo
    Sharon Edokopolo
  • Sofia Panitschewskaja
    Sofia Panitschewskaja
  • Gizem Yigit
    Gizem Yigit
  • Dorentina Prekadini
    Dorentina Prekadini




Zweitzeugen — Erinnerung bewahren

Das eigentlich Unsagbare sagen — vor dieser Herausforderung stehen Überlebende des Holocaust immer wieder. Einerseits erscheint es kaum möglich, passende Worte für das Erlebte zu finden, andererseits ist das Erzählen ein zwingendes Bedürfnis, weil viele Überlebende Zeugnis ablegen wollen und hoffen, dass dieses Erzählen zugleich Mahnung für die Zukunft ist. Mittlerweile sind nur noch wenige Zeitzeugen der Shoah am Leben. Sie drohen endgültig zu verstummen. Hier setzt der Verein Heimatsucher an, der hauptsächlich von Ehrenamtlichen getragen wird. Diese machen es sich zur Aufgabe, Zweitzeugen für die eigentlichen Zeitzeugen zu sein. Gleichsam als Stellvertreter gehen diese Zweitzeugen in Schulen und Vereine und erzählen die Geschichten von Überlebenden des Holocaust weiter.

2017 wurde das Steinbart-Gymnasium als erste Schule Partnerschule des Projekts „Zweitzeugen“. Im Rahmen dieser Kooperation führen wir jährlich in den Jahrgangsstufen 7 und 8 einen Projekttag durch. So kamen vom 2. bis 4. Juli 2018 mehrere Freiwillige ins Steinbart-Gymnasium und berichteten vom Schicksal einiger Überlebender. Zunächst erfolgte eine Annäherung an die Jahre nach der sogenannten „Machtergreifung“, an eine Zeit, in der jüdische Deutsche eine schrittweise Diskriminierung, Entrechtung, wirtschaftiche Ruinierung und schließlich zunehmend auch physische Verfolgung erfahren mussten. Anschließend präsentierte der Zweitzeuge exemplarisch die Biographie eines Überlebenden und machte die Schülerinnen und Schüler damit ihrerseits zu Zweitzeugen. Schließlich bekamen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit einen Brief an die überlebende Person zu schreiben. Diese Briefe werden vom Verein Heimatsucher gesammelt und den Personen dann wirklich überreicht und vorgelesen. Somit mündet am Ende die Zweitzeugenschaft in einen indirekten Dialog mit denjenigen, deren Erinnerung es zu bewahren gilt. (Bau/Gör)


 

„Begegnungen“ – Ein Community-Dance-Projekt der Duisburger Akzente 

Wie stellt man Themen wie Krieg, Vertreibung und Flucht tänzerisch dar? Am Montag, den 12.03.2018, fand zu diesen Themen das Community-Tanzprojekt „Begegnungen“ der Tanzwerkstatt Ulla Weltike und der Missed In Action (kurz: MIA) Dance Company zusammen mit aus Kriegsgebieten geflüchteten Menschen im Rahmen der 39. Duisburger Akzente „Nie wieder Krieg?“ im Stadttheater statt. Bei Community-Tanzprojekten bringen Tänzer zusammen mit Nichttänzern unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe und Religion ein Tanztheaterstück auf die Bühne. Da bei dem diesjährigen Stück „Tryst“ mit der Musik von James Mac Millian auch Schülerinnen des Steinbart-Gymnasiums mitgetanzt haben, haben sich einige Schülerinnen und Schüler des Kunstkurses der elften Klasse von Frau Leschczyk die Aufführung im Stadttheater angesehen. Und anschließend hat eine Schülerin, die an dem Projekt teilgenommen hatte, unseren Schulleiter Herrn Buchthal dazu interviewt.

Die zwei Choreographien zu „Tryst“ und „Verklärte Nacht“ wurden von dem erfolgreichen Choreographen Royston Maldoom erstellt, mit dem die Tanzwerkstatt bereits im September 2016 das Stück „Exile“ im Duisburger Stadttheater aufführen konnte. 


Über Royston Maldoom:

Royston Maldoom ist ein 75 jähriger englischer Choreograph und Tanzpädagoge, welcher sehr oft mit Jugendlichen arbeitet. Maldoom wohnt mittlerweile in Berlin und initiiert und leitet seit 30 Jahren weltweit Tanzprojekte für jedermann, unabhängig von Talent, Erfahrung, Alter, Geschlecht, Hautfarbe, ethnischer Zugehörigkeit oder sozialer Herkunft und gilt als Mitbegründer der Community-Dance-Bewegung. Für sein soziales Engagement und seine künstlerische Arbeit hat er zahlreiche Preise erhalten.
Maldoom besuchte einst eine Ballettvorstellung und war so zu Tränen gerührt, dass er beschloss Tänzer zu werden. Mit 22 Jahren begann seine Balletttänzerausbildung, schließlich konnte er auch mit Stipendien Theater studieren. Dort lernte er vor allem die Grundprinzipien des Ausdruckstanzes und der Laientanzbewegung (Community-Dance).
In dem Tanzstück „Begegnungen“, das bei den 39. Duisburger Akzenten zum Thema „Nie wieder Krieg?“ zu sehen war, wurden zwei seiner Choreographien, „Verklärte Nacht“ mit der Musik von Arnold Schönberg, live von einem Streichsextett der Duisburger Philharmoniker gespielt, und „Tryst“ mit der Musik von James Mac Millian gezeigt. Maldoom selbst ist der Sohn eines Armee-Offiziers, der häufig im Ausland stationiert war, sodass er schon sehr früh Kontakt mit dem Thema Krieg hatte.

Interview mit Clara Nern, die mitgetanzt hat:

Kunstkurs: Wir möchten dir gerne einige Fragen stellen, da du persönlich alles miterlebt hast. Seien es die Proben, die Tanzgruppe, der Auftritt etc. und unsere erste Frage wäre, wie das Verhältnis zwischen euch und den Flüchtlingen war?

Clara: Ich muss sagen, dass sie alle sehr nett sind und man gut mit ihnen in Kontakt kommen konnte. Sie sind total offen und sprechen einen einfach so an, obwohl einige von ihnen noch nicht so sicher in der Sprache sind. Auch wenn sie kein Deutsch sprechen können, sprechen sie einen auf Englisch an und versuchen sich hier anzupassen, was ich echt sehr toll finde.

Kunstkurs: Wart ihr denn in den Proben getrennt?

Clara: Wir haben immer alles zusammen gemacht und die Proben mit Royston liefen hauptsächlich auf Englisch ab, wobei auch zwischendurch viel in anderen Sprachen gesprochen wurde, größtenteils auf Arabisch. Abgesehen davon, war es eigentlich ganz normal, als wären sie schon immer in unserer Tanzgruppe gewesen.

Kunstkurs: Hast du denn auch im Privaten mit einem Flüchtling Kontakt?

Clara: Ja, ich habe z. B. noch mit einem Mädchen in meinem Alter, das ich auch vom Tanzen kenne, Kontakt. Sie spricht perfekt Deutsch, obwohl sie erst seit drei Jahren in Deutschland ist, was wir alle zuerst nicht wussten. Wir sind davon ausgegangen, dass sie hier geboren wurde und nur einen Migrationshintergrund hätte. Wir sind immer noch fasziniert davon, wie man innerhalb von drei Jahren lernen kann, die Sprache so gut zu beherrschen.

Kunstkurs: Wie war es mit dem Choreographen Maldoom zu arbeiten?

Clara: Es war manchmal schon ziemlich anstrengend, insbesondere das Warten, ohne sich vom Platz bewegen zu dürfen und die vielen Wiederholungen bestimmter Szenen. Wir waren echt viele Leute und dementsprechend hat nicht jeder in jeder Szene mitgetanzt. Aber viele von uns haben auch schon am vorherigen Projekt teilgenommen, weshalb wir das alles schon gewohnt waren. Ich muss auch erwähnen, dass der Choreograph teilweise ein Perfektionist ist und wir solange tanzen mussten bis es ihm gefiel, manchmal sogar eine Stunde länger als geplant. Dennoch würde ich beim nächsten Projekt sehr gerne mitmachen, weil es einfach sehr viel Spaß macht, mit den anderen zusammen zu arbeiten.

Kunstkurs: Wie fandest du persönlich die Choreographie?

Clara: Wir hätten glaube ich alle am Anfang etwas anderes erwartet, da es wenig an Choreographie gab, die man einfach so tanzen konnte, sondern eher viel, was mit Schauspiel zu tun hatte. Und sie war außerdem ziemlich aggressiv oder brutal, da es viele Kampfszenen gab, oder z. B. eine mit Stacheldrahtzaun. 

Kunstkurs: Was kann Tanzen ausdrücken, was die Sprache nicht ausdrücken kann?

Clara: Ich denke, man kann alle Erfahrungen oder auch Gefühle der Menschen, die Krieg miterlebt haben, und die man nicht immer direkt mit Worten ausdrücken kann, gut auf der Bühne darstellen. 


Interview mit Herrn Buchthal:

Kunstkurs: Wir würden Ihnen gerne ein paar Fragen zu einem Projekt stellen, das zu den Duisburger Akzenten gehörte. Dort gab es ein Community Tanzprojekt namens „Begegnungen“ von dem Choreographen Royston Maldoom, bei dem jemand aus unserem Kurs selbst auch mitgewirkt hat. Mitgetanzt haben sowohl TänzerInnen des Tanztheaters Ulla Weltike und der MIA Dance Company als auch einige Flüchtlinge, die hier zum Beispiel Sprachkurse besucht haben und gerade erst Deutsch gelernt haben. Das Stück handelt von Krieg und es wurde hier im Duisburger Stadttheater aufgeführt. Wir würden gerne wissen, wie sie solche Projekte sehen, auch im Bezug auf die Schule.

Herr Buchthal: Ja, ich hoffe, ich kann Ihnen die Fragen beantworten.

Kunstkurs: Inwieweit unterstützt die Schule solche Aktionen? Welche Aktionen oder Projekte unterstützt die Schule auch im Hinblick auf Krieg und Flüchtlinge?

Herr Buchthal: Also, erst einmal ist es so, dass wir eine AG haben, die „Schule ohne Rassismus“ heißt. Das ist ja auch ein Titel, den die Schule trägt und wenn Unterstützung verlangt wird, dann wäre das der richtige Anlaufpunkt. Frau Görgen betreut das und es gibt auch mehrere Schülerinnen und Schüler, die dort mitmachen. Aber konkret diese Veranstaltung gehörte nicht zum Programm der Schule.

Kunstkurs: Wenn Sie das Wort Begegnung hören, wie würden sie das, vor allem bezogen auf Krieg und Flucht, mit unserer Schule verbinden?

Herr Buchthal: Die Begegnung ist hier da. Wir haben Kinder und Jugendliche, die aus Kriegsregionen hierher geflüchtet sind, teilweise auch alleine, also ohne Eltern und jetzt in betreutem Wohnen leben. Diese Schüler sind auch Klassen zugeordnet, also die Begegnung findet ja mindestens auf Klassenebene statt. Wir haben in der Regel zwei oder drei Kinder, die einer bestimmten Klasse zugeordnet sind, jeweils von Klasse sieben bis neun. Also begegnen sie sich einmal da und auch in den Internationalen Vorbereitungsklassen, in denen die Kinder nicht alphabetisiert sind und dort eine besondere Lerngruppe haben. Also die Begegnung ist auf jeden Fall da.

Kunstkurs: In Zeiten von G8, was auch Stress für die Schüler bedeutet,  versucht man immer möglichst wenig Unterricht zu verpassen: Clara wurde für dieses Projekt einen Tag lang beurlaubt,  und auch schon bei einem vergangenem Projekt für längere Zeit vom Unterricht befreit. Würden Sie die Schüler auch weiterhin für solche Aktionen beurlauben lassen?

Herr Buchthal: Ja, wir beurlauben immer, egal ob es jetzt kulturelle oder politische Anlässe sind oder auch Sport. Das haben wir früher gemacht, das machen wir aktuell und das machen wir auch weiterhin. In einem Punkt muss ich euch widersprechen, denn der Stress in der Oberstufe hat nichts mit G8 zu tun. Ihr habt denselben Stoff, wie in der Oberstufe bei G9. Es kann höchstens in Unter- und Mittelstufe zu Stress wegen Beurlaubung kommen, aber das haben wir bisher immer elegant hinbekommen. Es hängt natürlich auch immer von den Noten des Schülers ab. Wenn sich jemand am Rande der Nichtversetzung bewegt, dann würden wir schon von einer Beurlaubung abraten. In den meisten Fällen, das muss man so sagen, sind es aber eher die guten Schüler, die sich in der Freizeit noch an solchen Dingen beteiligen.

Kunstkurs: Das wäre es auch schon. Danke für Ihre Zeit.  

Das Interview führten Maren Garden, Esma Yesilöz und Julian Ziemek. 


 
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